Artikel verschlagwortet mit ‘Micro-Loans’
Kredite, die Leben verändern
“Loans that change lives”. “Kredite, die Leben verändern”. Das ist das Motto der Organisation Kiva. Unter der Internetadresse www.kiva.org bietet sie die Möglichkeit, Kleinunternehmern aus der “Dritten Welt” bei der Verwirklichung Ihrer Ideen zu helfen. Dies erfolgt durch die Vergabe von einem zinslosen Kredit, der wiederum von einer Hilfsorganisation vor Ort an den Kreditnehmer weitergereicht wird.
Am besten verdeutlichen lässt sich dies durch die Vorstellung konkreter Projekte, zu denen ich auch jeweils einen kleinen Betrag beigesteuert habe:
- Julian aus Peru, 38 Jahre alt, wollte seine Obstplantage weiter ausbauen und brauchte dazu Arbeitskräfte, die ihm bei der Vorbereitung der landwirtschaftlichen Flächen helfen. 825,- Dollar hatte er hierfür als Kredit aufgenommen und zwischenzeitlich vollständig zurück gezahlt.
- Chea Yon aus Kambodscha ist 44 Jahre alt, verheiratet und hat fünf Kinder. Sie brauchte 250,- Dollar zur Beschaffung eines Kuhkarren für den Transport der Lebensmittel, die sie mit ihrer Familie anbaut. Ihre Rückzahlung liegt bisher im Plan.
- Die Faida Self Help Group aus Kenia, hinter der ein Kindergarten steht, brauchte einen Kredit für den Ausbau ihrer Lerneinrichtungen und zur Ernährung der betreuten Kinder. Sie hat die knapp 4.000,- Dollar entsprechend dem Plan zurückgezahlt.
Überhaupt ist erstaunlich, dass die Rückzahlungsquote der Kredite bei über 95 Prozent liegt.
Es gibt drei Dinge, die mir an Kiva besonders gefallen:
- Kiva ist Hilfe zur Selbsthilfe. Die Kreditnehmer sind hart arbeitende Menschen, die vor Ort selbst etwas aufbauen, auf das sie stolz sein können. Die Ideen kommen von den Kreditnehmern selbst. Sie sind nicht zentral geplant und gesteuert.
- Im Unterschied zu Spenden wird das Geld nicht einfach weggeben, sondern verliehen und mit über 95 Prozent Wahrscheinlichkeit später auch zurückgezahlt. Damit steht es dem Kreditgeber dann wieder zur Vergabe an andere Projekte zur Verfügung. Um das zu verdeutlichen: Bei 100 Prozent Rückzahlungsquote können bereits mit 25,- Dollar Einsatz über Jahre hinweg verschiedenste Projekte auf der ganzen Welt durch eine wiederholte Vergabe unterstützt werden.
- Ich weiß, was ich mit dem Geld unterstütze. Ich kann eine Liste von Projekten durchgehen und mir Projekte aussuchen, die ich für unterstützenswert halt. Direkter kann die Hilfe gar nicht laufen.
Die folgenden drei Schritte sind zur Unterstützung von Projekten bei kiva nötig:
- Auf www.kiva.org gehen und sich dort registrieren. Die Registrierung ist kostenlos und unverbindlich.
- Als nächstes ist ein Guthaben auf das eigene Kiva-Benutzerkonto zu laden.
- Dann kann ein passendes Projekt ausgesucht und der Geldbetrag übertragen werden.
Ganz einfach, stimmt’s? Also los geht’s: www.kiva.org.
Weitere Informationen zu kiva auf Deutsch:
- Vorstellung von Kiva auf gardora.at
- Nachrichten zu Kiva bei Gartentechnik.de
Hinweis: Dieser Text ist Grundlage für ein Redeprojekt von mir im Rahmen des Rhetorik-Club Wiesbaden.
Erfahrungen mit Kiva – Entwicklungshilfe der persönlichen Art
Meine Erfahrungen mit Kiva.org, der Plattform zur Vergabe von zinslosen Mikrokrediten für Projekte in Entwicklungsländern über das Internet, sind bisher nur positiv. Alle bisher von mir vergebenen Kredite laufen bisher noch innerhalb des Plans und zurückgezahlte Kredite können direkt an ein anderes Projekt vergeben werden.
Heute habe ich einen weiteren Kiva-Kredit vergeben: Francisca aus der peruanischen Hauptstadt Lima möchte ihren Essensstand auf dem lokalen Markt ausweiten.
Insgesamt haben wir mit dem Team G mittlerweile über 2000 Dollar an Krediten über Kiva vergeben. Anbei ein kleiner statistischer Überblick über mein eigenes Kiva-Portfolio:
- Geschlecht
- Männlich 25.0%
- Weiblich 75.0%
- Country
- Cambodia 25.0%
- Kenya 25.0%
- Peru 50.0%
- Sector
- Education 25.0%
- Food 25.0%
- Agriculture 50.0%






